Fotograf: Stephan Lehmphul

Altdorf – In einem erneuten Hochkaräter-Spiel des Tabellenzweiten Altdorf gegen den Dritten TG Bad Soden in der Zweiten Bundesliga konnten die TV-Löwinnen nicht an die formidable Leistung vom letzten Wochenende gegen den SV Lohhof anknüpfen. In der letzten Saison war die Swagerty-Truppe zweimal gegen die Hessinnen erfolgreich gewesen. In dieser Saison folgte nach einem 1:3 in der Hinrunde ein 0:3 (18:25, 23:25, 19:25) in eigener Halle. Einem stark auftrumpfenden Gegner hatten die in Vollbesetzung antretenden Altdorfer erstaunlich wenig entgegenzusetzen.

Zahm und übervorsichtig präsentierten sich die Altdorfer TV-Löwinnen im Auftaktsatz. Zuspielerin Anna Lehmphulbrachte ihre Angreiferinnen passabel in Szene, aber die agierten angesichts des gegnerischen Blocks sehr vorsichtig. Vereinzelt konnte TV-Außenangreiferin Sophia Botsch Druck machen, aber insgesamt fabrizierten die TV-Spielerinnen zu viele Eigenfehler. Nachlässigkeiten in der Annahme gaben den Hessinnen die Chance, ihrerseits zu punkten und die Führung auszubauen. Altdorf kam bis zum 18:21 noch einmal heran, war dann aber seltsam matt in der Crunchtime. Vor allem den Schnellangriffen der 41-jährigen Pamela Blazek konnte der TV-Block in dieser Phase nichts entgegensetzen.

Im anschließenden zweiten Satz konnte Altdorf besser Paroli bieten. Zuspielerin Prisca Jeschke (später zur MVP gekürt) fand gute Lösungen im TV-Aufbauspiel und auch in der Sicherungsarbeit. Und Altdorfs quirlige Kapitänin Simona Dammer konnte mit ihrer Dynamik auf dem Feld positive Akzente und Punkte setzen. Erstmals überhaupt konnte eine 13:12 Führung erspielt werden. TV-Libera Maria Melczerhielt ihr Team mit couragierter Abwehrarbeit im Spiel. Trotzdem ging der Satz  mit 25:23 an Bad Soden.

Im dritten Satz reagierte Coach Swagerty und verstärkte den TV-Annahmeriegel. Obwohl die Hessinnen auch einige Schwächen im eigenen Angriffsspiel zeigten, konnten die Mittelfränkinnen kaum punkten. Der TV war in allen Bereichen sehr wackelig unterwegs. Mit den eigenen Aufschlägen wurde kaum Druck gemacht. Ohne Chance auf einen Satzgewinn wurde der Satz mit 19:25 abgegeben.

Die 17-jährige TV-Diagonalangreiferin Nelly Hölzlein meinte nach der deutlichen Heimniederlage: „Wir sind vom Anfang an nicht im Spiel gewesen und haben zu sehr auf sichere Lösungen gesetzt. Genau wie im Hinspiel.“ MittelblockerinMagdalena Wilhelm, mit 18 Jahren der zweite Youngster im Löwinnen-Team, schätzte das Samstagsspiel ähnlich ein: „Keiner von uns hat heute eine 100-prozentige Leistung gebracht. Wir waren alle einiges weg von 100 Prozent.“

Altdorfs Coach Christy Swagerty bilanzierte nach der zweiten Heimspiel-Niederlage: „Die Bad Sodener waren in allen Bereichen einen Tick besser als wir und haben uns mit ihrem schnellen Spiel über die Mitte und mit ihrem starken Block Grenzen aufgezeigt.“ Dass Altdorf in dieser Saison mit oben in der Tabelle stehe, bleibe trotzdem mit dieser jungen Mannschaft ein Erfolg. „Manchmal läuft es einfach nicht. Wir werden weiter am Gegenhalten arbeiten.“

Pev-