Fotograf: Sportfoto Zink

Nach einer 2:1-Satzführung in Unterhaching 2:3 verloren

Sechs Spieltage sind in der Zweiten Liga im Volleyball gespielt und TV Suspa Altdorf musste in den letzen vier Spieltagen jeweils Fünfsatzspiele absolvieren. Gegen den SV Lohhof (2:3) fing die Serie an, dann wurde in Karlsruhe mit 3:2 gewonnen, ebenso wie zu Hause gegen TV Planegg-Krailling. Nun haben die Frauen von Trainerin Christy Swagerty beim TSV Unterhaching eine weitere 2:3(25:23, 20:25, 28:26, 23:25, 12:15)-Niederlage erlitten.

Beim Duell der Hasen (Unterhaching) gegen die Löwinnen (Altdorf) vermisste man von Anfang an eine hohe Qualität. Die große Kunst bestand bei beiden Teams darin, Fehler zu vermeiden, Risikobereitschaft war nicht gefragt. So plätscherte der erste Satz eher dahin, als dass er die relativ wenigen Zuschauer in der Hachinger Geothermie-Halle von den Sitzen riss. Am Ende verhalfen ein Aufschlag-Ass von Simone Dammer und ein Block von Theresa von Waldenfels nach einem Gleichstand von 23:23 zu einem sehr glücklichen Satzgewinn für Altdorf.

Der gewonnene Satz gab den Altdorferinnen jedoch keine Stabilität. „Daran arbeiten wir noch“, meinte Kapitänin Katharina Schön nach dem Spiel. Altdorf fing sich gleich zu Beginn einen Rückstand ein, den Unterhaching bis zum Schluss unspektakulär verteidigte. Durchgang vier dagegen hatte da mehr zu bieten: zwar keine Höhepunkte, aber Spannung und Altdorfer Aufbäumen gegen die Niederlage bis in die Verlängerung, in der Altdorf fünf Satzbälle brauchte, um viel Geschick einen Satzgewinn zu verbuchen.

Im vierten Satz nahmen sich dann die Altdorfer Spielerinnen selbst eine Auszeit und ließen die oberbayerischen Gastgeberinnen gewähren. Zwischendurch sah man den aktuellen Stand im Bereich der Mitte, die weder beim Aufschlag, noch bei der Abwehr und schon gar nicht im Angriff überzeugen konnte. Die Trainerin probierte alles, Altdorf kämpfte sich sehr bemüht bis auf 23:23 heran und verlor dann unverdient diesen spannenden Durchgang. Ein fünfter Satz musste her.

In dieser entscheidenden Phase musste umgestellt werden, da die Altdorfer Bemühungen nicht fruchteten. Aber alle Experimente, zum Beispiel sogar eine Zeit lang Libera Simone als Zuspielerin, brachten lediglich Ergebniskosmetik. Die Unterhachingerinnen gingen mit einfachen Mitteln, aber erfolgreich zu Werke und gewannen die Begegnung. Der Unterhachinger Trainer Maximilian Siebold konnte gar nicht genau sagen, warum eigentlich sein Team den Sieg davon trug: „Altdorf musste taktisch viel probieren, wir schlugen vielleicht besser auf oder wir haben besser geblockt. Wir haben eben am Schluss mehr Bälle gewonnen.“

Die Altdorfer Trainerin gab ihm beim Thema Aufschläge recht und resümierte: „Gut, wir haben einen Punkt mitgenommen, aber im Moment gelingt es uns nicht, in schwierigen Situationen ein Spiel klar für uns zu entscheiden. Schade. Aber der Teamgeist stimmt, deshalb werden wir auch wieder große Siege feiern, zum Beispiel eventuell schon nächste Woche daheim gegen VC Wiesbaden II“. Zur besten Spielerin wurde bereits zum dritten Mal in dieser Saison Simona Dammer gewählt. TV Suspa Altdorf platziert sich weiterhin genau in der Mitte der Tabelle und orientiert sich mit neun Punkten aus sechs Spielen weiterhin eher nach oben als nach unten.

WH